In den 1950er Jahren wurden die ARD-Hörfunkdienste zum Hauptfaktor des Massenmediensystems in Westdeutschland. Bereits 1952 hatten die ARD-Hörfunksender zehn Millionen Hörer. Die Radiosender operierten jedoch auf regionaler Ebene, und erst die Entwicklung eines Fernsehschirms half der ARD, sich bundesweit zu etablieren. Die Ausstrahlung eines bundesweiten Fernsehsenders war von Anfang an das Ziel der ARD, und das war Ende 1952 der Startschuss dafür. Im selben Jahr wurde die ARD als vollaktives Mitglied der Europäischen Rundfunkunion aufgenommen und das “Deutsche Rundfunkarchiv”, heute Deutsches Rundfunkarchiv, als gemeinsame Einrichtung der ARD gegründet. Nach der Vereinigung und der Schließung des DDR-Fernsehdienstes wurden im Osten zwei neue Regionalsender gegründet, die 1992 ARD-Mitglieder wurden. Das waren ursprünglich der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB). Der bestehende NDR-Dienst expandierte in den Nordosten, wo er auch Mecklenburg-Vorpommern abdeckte. Der ORB-Dienst fusionierte 2003 mit dem ehemaligen Sender Freies Berlin (SFB, Englisch “Radio Free Berlin”) zum Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB, Englisch: “Berlin-Brandenburg Broadcasting”. Die Artikel 21 bis 38 gelten nur für bundesweit ausgestrahlte Fernsehprogramme. Das Staatsrecht darf keine Abweichungen vorsehen.

Entscheidungen der KEK und gemäß Artikel 37 Absatz 2 werden auch als Grundlage für entscheidungen über die Zuweisung von Übertragungskapazitäten durch die staatliche Aufsichtsbehörde für Privatsender nach staatlichem Recht genommen. (3) Jede staatliche Aufsichtsbehörde für Privatveranstalter kann im Rahmen von Absatz 1 bei der staatlichen Behörde, in der die Lizenz erteilt wurde, beschweren, dass ein bundesweit übermitteltes Programm gegen die übrigen Bestimmungen dieses zwischenstaatlichen Abkommens verstößt. Die betreffende staatliche Behörde ist verpflichtet, die Beschwerde zu prüfen und die klagende staatliche Aufsichtsbehörde über alle schrittelichen Maßnahmen zu unterrichten. (4) Ist der Fernsehveranstalter eines Hauptprogramms verpflichtet, unabhängigen Dritten Sendezeit zur Verfügung zu stellen, so fordert die staatliche Aufsichtsbehörde für Privatsender nach Erörterung der Angelegenheit mit dem Fernsehveranstalter des Hauptprogramms Anträge auf Erteilung einer Lizenz für die Ausstrahlung des Fensterprogramms auf. Die Aufsichtsbehörde prüft, ob die eingegangenen Anträge mit den Bestimmungen dieses zwischenstaatlichen Abkommens und anderer Bestimmungen des Staatsrechts im Einklang stehen, und unterrichtet den Fernsehveranstalter über das Hauptprogramm, für das eine Lizenz erteilt werden kann. Er erörtert die Bewerbungen mit dem Fernsehveranstalter des Hauptprogramms, um eine Einigung über die Wahl des Bewerbers zu erzielen. Wenn sie nicht zustimmen und die Aufsichtsbehörde mehr als drei Lizenzanträge erhalten hat, wählt sie nach Prüfung von drei Vorschlägen des Fernsehveranstalters des Hauptprogramms den Antrag aus, dessen Programm voraussichtlich den größtmöglichen Beitrag zur Pluralität des Hauptprogramms leisten und die Lizenz erteilen wird. Bei nur drei oder weniger Anträgen trifft die Aufsichtsbehörde die Entscheidung ohne Rücksprache.